Mangelernährung – Folgen und Prävention

Veröffentlicht von Dennis Fajt am

Folgen von Mangelernährung

Mangelernährung tritt nicht nur in ärmeren Ländern auf, sondern auch in westlichen Industrieländern. Wieso dem so ist, welche Auswirkungen dieser Mangel auf unsere Gesundheit hat und wie du vorbeugen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist Mangelernährung?

Mangelernährung ist entweder quantitativer Natur, wie ich sie im Artikel Unterernährung beschrieben habe, oder qualitativer Natur.

Heute geht es um qualitative Mangelernährung. Bei der quantitativen Variante geht es darum, dass insgesamt zu wenig Energie in Form von Kalorien aufgenommen werden.

Bei der qualitativen Variante ist das Problem, dass zu wenig Nährstoffe aufgenommen werden, die der Körper für seine Funktionen dringend benötigt.

Wenn solche Nährstoffmängel über einen langen Zeitraum bestehen, können kurzfristige Beeinträchtigungen, aber auch ernst zu nehmende gesundheitliche Probleme entstehen.

Wie entsteht Mangelernährung?

Im ersten Moment möchte man vielleicht meinen, dass solche Mängel in Ländern entstehen, in denen Armut herrscht. Tatsächlich kommen in solchen Regionen Nährstoffmängel auch deutlich öfter vor.

Trotzdem kommt es auch vermehrt in wohlhabenden Industrieländern vor. Meistens liegt es nicht daran, dass zu wenig Nahrungsmittel konsumiert werden, sondern am hohen Verarbeitungsgrad derer.

Während natürliche, unverarbeitete Nahrungsmittel die Basis sein sollten, sieht die Realität leider oft anders aus.

In westlichen Ländern werden zu viele “Lebensmittel” verzehrt, die:

  • hochverarbeitet sind
  • kaum Nährstoffe enthalten
  • zu viel Zucker enthalten
  • zu viel Salt enthalten
  • voll von chemischen Zusätzen sind

Die starke Verarbeitung vieler Lebensmittel führt dazu, dass sie kaum noch einen ernährungsphysiologischen Mehrwert haben, sondern nur noch schlichte Sattmacher sind.

Dazu gehören:

  • Burger
  • Pizza
  • Fertiggerichte
  • Süßigkeiten
  • Softdrinks
  • Salzige Knabbereien
  • und viele mehr

Wenn du nun viele verarbeitete Lebensmittel konsumierst, kann es schnell zu einem Mangel kommen.

Welche Mängel kommen häufig vor?

  1. Eisenmangel: Eisenmangel ist eine der häufigsten Mangelerscheinungen. Eisen wird u.a. dazu benötigt, rote Blutkörperchen herzustellen. Besonders Frauen sind während der Periode und der Schwangerschaft besonders davon betroffen.
  2. Vitamin B-12: Vitamin B-12 ist für kognitive Funktionen sowie für Nerven und Leistungsfähigkeit enorm wichtig. Veganer sind besonders davon betroffen, da B-12 lediglich in tierischen Lebensmitteln in ausreichender Menge vorkommt.
  3. Magnesium: Magnesium wird u.a. für Knochen und Zähne benötigt. Ein Mangel führt zu Diabetes, Bluthochdruck, Osteoporose und weiteren Beschwerden.
  4. Vitamin D: Vitamin D, dass eigentlich zu den Hormonen zählt. Es ist lebenswichtig, ein Mangel führt zu Depressionen, Immunschwäche & fördert das Krebsrisiko. Es kommt nur unzureichend in Nahrungsmitteln vor und sollte durch de Sonne aufgenommen werden.
  5. Vitamin A: Das Vitamin A ist wichtig für Immunsystem, Knochen, Augen und weitere Aufgaben. Ein Mangel kann zu Immunschwäche und verminderter Sehstärke führen.
  6. Calcium: Knochen, Zähne, das Herz, die Muskeln und unsere Nerven sind auf Calcium angewiesen. Haben wir einen Calciummangel, können Osteoporose und weitere Schäden entstehen.

Wie kannst du diesen Nährstoffmängeln vorbeugen?

Wenn du dich durchschnittlich ernährst, hast du wahrscheinlich genügend Protein und Fett in deiner Ernährung.

Bei den oben genannten Mikronährstoffen sieht es leider bei vielen Menschen anders aus. Allerdings kannst du sämtliche Mineralien, Vitamine und andere Mikronährstoffe sehr gut abdecken, wenn du dich ausgewogen ernährst.

Was heißt das? Montag Burger, Dienstag Schnitzel und am Mittwoch Pizza? Sicherlich nicht 😉

Die Basis deiner täglichen Ernährung sollten immer frische, unverarbeitete Lebensmittel sein. Dazu zählen z.B.:

  • Kartoffeln
  • Süßkartoffeln
  • Haferflocken
  • Reis
  • Mageres Fleisch
  • Fisch
  • Nüsse
  • Samen
  • Avocados
  • Gemüse in allen Farben
  • Obst
  • Beeren
  • Grünes Blattgemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Vollkorngetreide

Nicht alle dieser Lebensmittel sind gänzlich unverarbeitet, aber dennoch sinnvoll und gesund. Die aufgezählten Lebensmittel enthalten jede Menge Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette sowie Vitamine und Mineralien.

Aber auch wenn du Veganer oder Vegetarier bist, kannst du dich mit allen Nährstoffen ausreichend Versorgen.

Veganer müssen allerdings Vitamin B-12 mit Nahrungsergänzungsmitteln zuführen, da es in pflanzlichen Lebensmitteln keine ausreichenden Mengen gibt.

Fastfood, Weißmehl und zuckerhaltige Produkte können ab und an zum Genuss konsumiert werden, sollten aber die Ausnahme sein.

Natürlich ist es noch sehr wichtig, dass du jeden Tag ausreichend viel Wasser zu dir nimmst.

Außerdem solltest du dich öfter mal in der Sonne aufhalten, um frische Luft und Vitamin D zu tanken. Achte aber darauf, keinen Sonnenbrand zu bekommen.

Wenn du dir unsicher bist, ob du alles abgedeckt hast oder einen Nährstoffmangel hast, kannst du das auch bei deinem Hausarzt testen lassen.

Fazit

Mangelernährung kommt tatsächlich auch in westlichen Ländern vor. Durch den Mangel verschiedener Vitamine und Mineralien können Krankheiten und unangenehme Probleme entstehen.

Deshalb ist es sehr wichtig für dich, immer darauf zu achten, alles abzudecken. Wenn du zunehmen willst, musst du natürlich auch immer deine Kalorien im Blick haben.

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Dennis Fajt

Dennis Fajt

Dennis Fajt ist Blogger, Autor & Ernährungscoach. Durch seine Begeisterung für Sport und Gesundheit konnte er effektive Zunehm-Konzepte entwickeln, die er nun auf seinem Blog teilt.

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